Praxis für Ernährungstherapie Anne Kamp

Histaminintoleranz -------------------------------------------------------------------------------------------

Die genauen Hintergründe dieser Unverträglichkeit sind noch nicht bekannt. Möglicherweise führt ein Enzymmangel oder eine unzureichende Aktivität des Enzyms Diaminoxidase zu entsprechenden Beschwerden. Eine sichere Diagnose ist sehr schwierig.

Nach neuesten Erkenntnissen kann eine Blutuntersuchung (DAO-Messung) eine Histaminintoleranz nicht nachweisen. Allergologisch erfahrene Ernährungsfachkräfte können mittels eines Ernährungssymptomprotokolls Zusammenhänge zwischen bestimmten verzehrten Lebensmitteln und auftretenden Beschwerden erkennen. Die Beschwerden können sich sehr schnell nach der Nahrungsaufnahme zeigen, oder auch erst einen Tag später. Dieses macht die Suche nach den Auslösern so schwierig. Kommt es unter histaminarmer Kost zu einer Beschwerdelinderung, erfolgt zum sicheren Nachweis einer Histaminintoleranz eine Provokation.

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Beschwerden, die bei einer Histaminintoleranz häufig zu beobachten sind:
  • Magenschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen

  • Darmkrämpfe, Blähungen, Durchfall

  • Kopfschmerzen, Migräne

  • Schwindelgefühl

  • chronisch niedriger Blutdruck / Blutdruckschwankungen

  • häufiges Niesen und rinnende Nase

  • Hautirritationen, Nesselsucht (Urtikaria)

  • gerötete Augen, Augenjucken

  • Herzrhythmusstörungen

  • Atembeschwerden

  • starke Regelbeschwerden

Leiden Sie neben Beschwerden des Verdauungstraktes auch unter mindestens zwei weiteren Symptomen aus der oberen Liste, ist eine Histaminintoleranz nicht ausgeschlossen.

Histamin gehört zur Gruppe der biogenen Amine und ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Nicht nur histaminreiche Nahrungsmittel, sondern auch Speisen die reich an anderen biogenen Aminen sind, sollten gemieden werden, da sie häufig schlecht verträglich sind. Eine zusätzliche Meidung schwer verdaulicher Lebensmittel ist vor allem zu Beginn der Ernährungsumstellung sinnvoll.

 

Folgende Lebensmittel lösen bei einer Histaminintoleranz häufig Beschwerden aus:

  • alkoholische Getränke (jedoch nicht alle Arten)

  • Tomatenerzeugnisse

  • Sauerkraut, Spinat

  • konservierter Fisch

  • einige Früchte z.B. Zitrusfrüchte

  • Nüsse

  • Schokolade

  • haltbar gemachte Dauerwürste

  • einige Käsesorten